KirchenchorAusflug nach Eichstätt/Altmühltal vom 10. bis 12. Juni 2005
Die Koffer sind verstaut, die Plätze eingenommen. Gespannt wartet jeder auf die Abfahrt, denn die Ausflugsfahrt des Kirchenchores wird diesmal in das Altmühltal führen, die ehemalige Heimat des 1. Vorsitzenden Dieter Lang. Doch Peter, der Busfahrer, muß erst noch die technischen Errungenschaften seines Reisebusses erklären, bevor es endlich losgehen kann.Endlich fahren wir! Über die Autobahn A3 bis zur Raststätte Würzburg, denn hier benötigen die Reisenden erst mal eine Pause. Wie es sich für richtige Kirchenchorsänger gehört, besteht das "Frühstück" natürlich aus Wein, Weißbrot und frischen Erdbeeren. Frisch gestärkt und die Kehlen gut geölt, können wir nun im Bus unter Begleitung von Otto Hartmann mit seiner Mundharmonika frohe Gesänge anstimmen und uns so die Zeit vertreiben. Zwischendurch erhalten wir per Mikrofon heimatkundliche Erläuterungen von unserem Vorsitzenden und auch so manche Ortsumgehung der Bundesstraße B13 läßt der Bus links liegen, denn wichtige Orte wie Sommerhausen, Ansbach, Gunzenhausen, Weißenburg etc. sollte man schon gesehen haben. Seine berufliche Vergangenheit kann unser Dieter wahrlich nicht verleugnen! Ja, wir lernen viel auf der Reise: die höchste Erhebung des Spessarts, die europäische Wasserscheide, die Entstehung der fränkischen Seenplatte usw. Schon hält der Bus wieder, diesmal in Schlungenhof am Altmühlsee, denn erneut haben wir Hunger. Pünktlich zum Nachmittagsspaziergang lockt uns die Sonne an den Strand und wir genießen die schöne Urlaubsumgebung ganz in Heimatnähe. Aber die Zeit drängt, denn Eichstätt wartet. Pünktlich treffen wir an unserer Unterkunft, dem Kolpinghaus Eichstätt, ein. Bevor es Abendessen gibt, gehen wir zu Fuß in die nahe Innenstadt und werden an der Residenz von einem früheren Schulkollegen unseres Vorsitzenden empfangen. Bei einem kleinen Umtrunk in der ehemaligen fürstbischöflichen Residenz erfährt die Gruppe nicht nur, daß sie sich soeben im Landratsamt befindet, sondern daß der nette Herr Dr. Xaver Bittl heißt und Landrat des Kreises ist. Von ihm höchstpersönlich werden wir in den Spiegelsaal geleitet, hören einiges über die Geschichte der Residenz, dürfen sein Arbeitszimmer bewundern und werden anschließend von ihm zur ehemaligen Klosterkirche Notre Dame de Sacre Coeur geführt, in der heute das Informationszentrum Naturpark Altmühltal seinen Sitz hat. Das Abendessen ist nun wohlverdient. Dennoch gibt die "Jugendgruppe" nicht auf, sondern testet anschließend die "wirtschaftliche Infrastruktur" der Stadt und bewundert das nächtliche Ambiente. Auch der nächste Tag ist dichtgepackt mit Programmpunkten: Stadtführung, Besichtigung der Willibaldsburg mit Juramuseum (versteinerte Ur-Tiere – Archaeopteryx) und Besuch der Benediktinerinnenabtei St. Walburg. Ein weiterer Schulkollege unseres Vorsitzenden begleitet uns nun auf die Anhöhe der Abtei. Die angekündigten "1000 Stufen" können von den "wallfahrenden" Sängern dennoch erstaunlich mühelos bewältigt werden. Nach Übergabe des Gastgeschenkes, einer Metallstatue der Hl. Walburga (Erbstück, aus der Gegend von Eichstätt stammend), werden wir zum Grab der Hl. Walburga und in die Klosterkirche geleitet – natürlich von der Äbtissin M. Franziska OSB höchstpersönlich! Zur (Vor)Abendmesse in Marienstein, die speziell für den Kirchenchor Michelbach gefeiert wird, singt der Chor eine Messe von Charles Gounod und weitere Werke. Mit den vielfältigen Eindrücken des Tages fahren wir wieder zurück zum Abendessen im Kolpinghaus. Danach wird's lustig, denn Dieters Schulkollege kann etliche Anekdoten aus den gemeinsamen Tagen in Eichstätt erzählen. Über dessen Inhalt möchte der Verfasser aber lieber das Mäntelchen des Schweigens legen! Am nächsten Morgen heißt es Koffer packen und Abschied nehmen von Eichstätt. Ein letzter Blick auf den Dom ist uns noch gegönnt, dann dürfen wir die schöne Landschaft mit grünen Wiesen, bizarren Felswänden und breiten Tälern genießen, durch die sich die Altmühl mit unzähligen Schleifen und Bögen windet. Die Fahrt geht zur Benediktinerabtei Plankstetten, idyllisch am Main-Donau-Kanal gelegen. Dort nehmen wir an der Mittagshore (mittägliches Chorgebet) der Mönche teil, verlassen aber gemeinsam mit Pater Benedikt pünktlich zum "Engel des Herrn" die Kirche, um die gute Leberknödelsuppe zu essen. Nach einer kurzen Mittagsruhe im Klosterhof führt uns Pater Benedikt durch die Abtei; wortgewaltig in einer unvergleichlichen Art, die fast an einen Buß- und Moralprediger erinnert, gibt er viele Erklärungen und regt uns zum Nachdenken an. Zum krönenden Abschluß des Tages und auch der Reise singen wir in der Abteikirche, danach lassen unser Dirigent Markus Noll und unser Organist Michael Kreis die beiden Orgeln zum Konzert erschallen und auch ein junger, elfjähriger Nachwuchsorganist aus Plankstetten zeigt beeindruckend sein Können. Gerne wären wir noch länger im schönen Altmühltal geblieben, doch Peter, der Busfahrer, bringt uns diesmal unwiderruflich zurück in unsere Heimat. Bilderübersicht:Bildbeschreibung: mit der Maus über das Bild fahren Bild vergrößern: auf das Bild klicken |